Der Software-Entwickler hinter vielen bekannten Namen der Coaching-Bubble
- Veröffentlicht
- 01.08.2026
- Lesezeit
- 12 Min
Ein Award für über eine Million Euro Umsatz. Zwei Magazin-Porträts. Eine Firmenwebsite, auf der „Aktuell keine Kapazitäten“ steht. Und ein Name, den in der deutschen Coaching-Szene kaum jemand nennt — obwohl die Technik hinter mehreren der großen Namen über seinen Schreibtisch läuft.
Wir haben nachgesehen, was hinter dieser Lücke steckt — und uns dafür Belege vorlegen lassen, statt Behauptungen anzuhören: den Award im Original, die Dashboards der beteiligten Projekte, dazu mehrere voneinander unabhängige Quellen für die Mandate.
Angefangen hat Ben Willer mit 13, mit Gaming-Addons, nicht für Geld. Sein erster bezahlter Auftrag brachte 20 Euro für mehrere Tage Arbeit.

Wer ist Ben Willer?
Ben Willer ist Software-Entwickler und Unternehmer aus Baden-Württemberg. Der Einstieg lief nicht über ein Informatikstudium, sondern über Gaming-Addons, die er als Teenager baute. Danach kamen Webdesign-Aufträge, dann der Wechsel zur reinen Softwareentwicklung — mit dem Anspruch, „nicht einfach nur Code zu schreiben, sondern echte Probleme zu lösen“. Woran er das misst, sagt er in einem Porträt im Erfolg Magazin vom 05.05.2026:
„Für mich ist Software dann gut, wenn der Kunde ihren Nutzen sofort spürt.“
Der Wendepunkt, den er selbst nennt: sein erstes fünfstelliges Projekt, an dem er nicht nur als Dienstleister, sondern mit Beteiligung verdiente.
Heute betreibt er zwei Unternehmen: die Software-Firma Willer-Software und das Bewertungsportal business-lernen.de, das Erfahrungsberichte zu digitalen Produkten veröffentlicht. Beide Unternehmen sind nach eigenen Angaben seit 2023 aktiv.
Der externe CTO
In den beiden Magazin-Porträts kommt es nur am Rand vor, im Tagesgeschäft ist es der Kern: Willer betreut mehrere größere Coaches als externer CTO — er verantwortet ihre technische Infrastruktur, ohne selbst auf der Bühne zu stehen. Mehrere voneinander unabhängige Quellen haben uns diese Mandate bestätigt.
Externer CTO heißt in diesem Umfeld nicht „macht die Website“. Es heißt: Kursplattform, Mitgliederbereich, Zahlungs- und Zugangslogik, die Automationen zwischen Zahlungsanbieter, E-Mail-Tool und CRM — und die Frage, was passiert, wenn ein Launch statt 200 auf einmal 4.000 Käufe erzeugt. Das ist die Schicht, an der ein Coaching-Business skaliert oder sichtbar scheitert, und sie ist für Außenstehende praktisch unsichtbar.
Genau daher rührt das Muster, das diese Story interessant macht: Ein Teil der Reichweite, die in der Bubble unter bekannten Namen läuft, steht technisch auf Arbeit, die nie jemand unter diesen Namen sucht. Welche Coaches das konkret sind, veröffentlichen wir nicht — in diesem Segment sind Verschwiegenheitsvereinbarungen die Regel. Der Redaktion liegen die Belege vor.
Wie groß diese Schicht ist, lässt sich in diesem Fall beziffern. Wir haben die Dashboards eingesehen: Die Projekte, an denen Willer beteiligt war, haben zusammen über eine Million Euro Nettoumsatz erzielt. Einzelne Webinar-Launches für digitale Produkte lagen dabei im sechsstelligen Bereich.
Wichtig für die Einordnung: Das ist der Umsatz der Projekte, nicht sein eigener — er baut die Systeme, über die dieses Geld läuft, und wird dafür als Dienstleister und teils mit Beteiligung vergütet.
Projekte und Erfolge
Willer-Software positioniert sich nicht als klassische Agentur, sondern als „Sparring-Partner für SaaS-Lösungen“: Kunden werden nicht nur bei der Entwicklung begleitet, sondern auch bei Preisgestaltung und Vertrieb. Zum Zeitpunkt unserer Recherche stand auf der Website: „Aktuell keine Kapazitäten.“
business-lernen.de existiert nach eigenen Angaben seit 2023 und schreibt Erfahrungsberichte zu digitalen Produkten — Online-Kurse, Coachings, Tools. Das Motto: „Erst prüfen, dann kaufen.“ Registrierte Nutzer bekommen „Boni zu ausgewählten Angeboten“.
Der sichtbarste Erfolg ist ein Award einer der großen Verkaufsplattformen für digitale Produkte, den diese ab einer Million Euro Umsatz über die Plattform vergibt. Den Award haben wir im Original gesehen.

Dazu kommen zwei Porträts, in denen Willer seine Sicht auf die Software-Branche darlegt: im Erfolg Magazin (05.05.2026) und im Founders Magazin (12.06.2026). Seine Kernthese dort: „Reine technische Umsetzung reicht heute nicht mehr aus.“ Gefragt seien Entwickler, die verstehen, „welches Problem gelöst werden soll“. Beide Porträts beruhen auf seinen eigenen Angaben; die Zahlen in dieser Story haben wir unabhängig davon geprüft.
Das Interview
Das Gespräch führte Johannes Eising. [Interview ausstehend — Antworten werden nach dem Gespräch mit Ben Willer ergänzt und von ihm freigegeben]
marketingpuls: Du arbeitest als externer CTO für mehrere bekannte Coaches. Wie kommt ein Entwickler aus Baden-Württemberg in diese Rolle?
[Antwort folgt]
Was macht ein Coaching-Business technisch anders als ein klassisches SaaS-Produkt?
[Antwort folgt]
Wir haben Launches im sechsstelligen Bereich in den Dashboards gesehen. Was entscheidet an so einem Tag technisch über Erfolg oder Ausfall?
[Antwort folgt]
Du baust die Systeme, mit denen andere sichtbar werden, und bleibst selbst im Hintergrund. Bewusste Entscheidung?
[Antwort folgt]
Du hast mit 13 angefangen, Gaming-Addons zu bauen. Wann hast du gemerkt, dass daraus ein Geschäft werden kann?
[Antwort folgt]
Dein erster Auftrag brachte 20 Euro für mehrere Tage Arbeit. Was war der Moment, in dem sich das gedreht hat?
[Antwort folgt]
Der Plattform-Award steht für über eine Million Euro Umsatz. Womit wurde dieser Umsatz gemacht — und über welchen Zeitraum?
[Antwort folgt]
business-lernen.de schreibt Erfahrungsberichte zu digitalen Produkten. Wie entsteht bei euch so ein Bericht, von der Produktauswahl bis zur Veröffentlichung?
[Antwort folgt]
Auf willer-software.de stand zuletzt „Aktuell keine Kapazitäten“. Wonach entscheidest du, welche Projekte du überhaupt annimmst?
[Antwort folgt]
Im Erfolg Magazin sagst du: „Wer nicht weiß, was gebaut werden sollte, baut mit KI nur schneller am Markt vorbei.“ Was heißt das konkret für jemanden, der heute anfängt?
[Antwort folgt]
Was würdest du deinem 13-jährigen Ich sagen, das gerade sein erstes Addon fertig hat?
[Antwort folgt]
Einordnung
Zwei Dinge, die zu dieser Story dazugehören — nicht als Einwand, sondern damit die Zahlen richtig gelesen werden:
Die Zahlen sind Umsatzzahlen. Sowohl der Plattform-Award als auch die Dashboards, in die wir Einblick hatten, weisen Umsatz aus — kumuliert über die gesamte Zeit, vor Plattformgebühren, Werbekosten und Steuern. Belegt ist damit die Größenordnung, in der Willer arbeitet, nicht der Gewinn, der am Ende bei den Beteiligten bleibt. Das ist bei Zahlen dieser Art die Regel und schmälert die Leistung nicht — für die Verifizierung war uns wichtig, die Quelle gesehen zu haben, und das haben wir.
Bewertungsportale verdienen an Empfehlungen. business-lernen.de vermittelt „Boni zu ausgewählten Angeboten“ — ein Modell, bei dem in der Regel Provisionen fließen, wenn Leser über das Portal kaufen. Das ist branchenüblich und offen kommuniziert.
Unsere Einschätzung
Die Zahlen haben wir nicht nur gehört, sondern in den Dashboards gesehen. Willer verkauft kein „Werde-reich-Coaching“, sondern Software und Inhalte — das unterscheidet ihn von vielen Award-Trägern der Branche.
Was uns an der Geschichte gefällt: Sie beginnt nicht mit einem Investment, sondern mit einem 13-Jährigen, der etwas bauen wollte, und einem ersten Auftrag, der 20 Euro brachte. Der Weg von dort zur Millionenmarke ist über Jahre gewachsen, nicht über eine Kampagne. Und sie erzählt eine Rolle, die in dieser Branche selten porträtiert wird: den, der die Systeme baut, statt den, der sie bewirbt.

